15. Dezember 2003 - Im Schloss Cecilienhof öffnet ein Museumsshop
Souvenireinkauf der Schlösserstiftung durch ehrenamtliche Kräfte bringt Gewinn – Weitere Helfer gesucht
Potsdam – Bücher zur preußischen Geschichte, Plastiken Friedrich des Großen, Kaffeebecher, Kettenanhänger, Christbaumkugeln, Pralinen, Krawatten und CD`s. Weihnachten steht vor der Tür und die Museumshops in den Schlössern der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin – Brandenburg bieten viele Überraschungen: 1200 Artikel von der Postkarte bis zur Schinkelschen Gartenbank; erhältlich von 50 Cent bis 3255 Euro. Hinzu kommen 400 Artikel der Schlösserstiftung, hauptsächlich Ausstellungskataloge und Plakate.
Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren hat sich das Angebot in diesen Shops nachhaltig verbessert, freut Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh, der Generaldirektor der Stiftung. Seit 1997 betreibt die vom Verein der Freunde der Preußischen Schlösser gegründete Museumsshop GmbH die drei Shops in den Schlössern Sanssouci, dem Neuen Palais sowie Charlottenburg und 25 kleine Verkaufsstellen in den Schlössern. Im kommenden Jahr ist ein neuer Shop im Schloss Cecilienhof geplant, dann gehört das Jahrzehntelange Provisorium der Vergangenheit an, kündigt Monika L. Blumenstiel, seit eineinhalb Jahren Geschäftsführerin der GmbH, an. 4,2 Mio. DM (2,1Mio Euro) Umsatz brachten die Verkaufsstellen im vergangenen Jahr. Die Museumsshops leisten Spenden an die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin – Brandenburg. So konnten für 50.000 Euro Wege im Rheinsberger Park instandgesetzt werden.
In Deutschland ist das Modell der Museumsshop GmbH einmalig. Zwölf Mitarbeiter sind fest angestellt. Gisela Hug, die im Charlottenburger Shop arbeitet, meint sogar, dass die Besucher mehr Geld ausgeben würden, wenn sie wüssten, dass ein Großteil der Verkäuferinnen ehrenamtlich arbeitet.
Weitere Geister, meist Mitglieder des Vereins der Freunde, sind Edith Fest, Jutta Siggemann, Sieglinde Huber, Gabriele Freifrau von Hodenberg, Rhona Brose, Rosmarie Conrad, Gunther von Jena, Ulrike Speidel und Christine Kullack – Franke. Tue Gutes und rede darüber. Einzige Gegenleistung: Auf dem Namensschild steht „Ehrenamtliche Mitarbeiterin“. Und „Es ist wohl der schönste Arbeitsplatz der Welt“, wie eine Besucherin neidvoll im Neuen Palais sagt, der Museumsshop befindet sich hier in einem Zimmer der einstigen Wohnung der Marquis d´Argent. Geschäftsführerin Monika L. Blumenstiel (Tel: 030 / 32 60 39 46) sucht weitere Helfer, die ein bis zweimal pro Woche für vier Stunden im Shop tätig sind. Und Sprachkenntnisse sind notwendig. Jeder achte Schlossbesucher, so eine Umfrage, besucht den Shop und kauft ein Souvenir. „Unsere Souvenirs sind ansprechender und hochwertiger als anderswo, etwa am Kiosk auf dem Busparkplatz“, meint die ideenreiche Geschäftsführerin, die vor ihrer Tätigkeit in der Museumsshop GmbH Geschäftsleiterin eines Berliner Kaufhauses, später Geschäftsführerin der exklusiven Papeterie in der Uhlandstraße war. „Wo ein Kauf zur Spende wird“ ist der neue 22 – seitige Versandkatalog überschrieben, der jetzt in den Shops ausliegt und weltweit verschickt wird.









